FRITZ!DECT 200 vs. 210: Unterschiede, Funktionen und Energieverbrauch

FRITZ!DECT 200 vs. 210: Die wichtigsten Unterschiede

Die FRITZ!DECT 200 und FRITZ!DECT 210 sind smarte Steckdosen von AVM, die sich über eine FRITZ!Box in das Smart Home integrieren lassen. Beide Modelle ermöglichen unter anderem das Schalten angeschlossener Geräte, die Messung des Energieverbrauchs sowie die Temperaturmessung.

Der entscheidende Unterschied liegt vor allem beim Einsatzbereich und beim Schutz gegen äußere Einflüsse. Während die FRITZ!DECT 200 für den Innenbereich vorgesehen ist und die Schutzklasse IP20 besitzt, eignet sich die FRITZ!DECT 210 für Innen- und Außenbereiche und bietet IP44.

Auch bei der maximalen Schaltleistung gibt es einen klaren Unterschied: Die FRITZ!DECT 200 kommt auf 2.300 W, während die FRITZ!DECT 210 bis zu 3.450 W erreicht.

FRITZ!DECT 200 und 210 im direkten Vergleich

Beide Steckdosen bieten eine ähnliche Smart-Home-Grundausstattung. Dazu gehören die Steuerung über die FRITZ!Box und die App, individuelle Zeitpläne, manuelles Schalten sowie das Schalten bei bestimmten Ereignissen.

Bei der Funktechnik setzen beide Modelle auf DECT beziehungsweise DECT-ULE. Dadurch lassen sich die Steckdosen in das entsprechende Smart-Home-System von AVM einbinden.

Die FRITZ!DECT 200 ist mit 83 × 59 × 41 mm etwas anders dimensioniert als die FRITZ!DECT 210 mit 65 × 36 × 127 mm. Beim Gewicht liegen die beiden Modelle ebenfalls auseinander: Die FRITZ!DECT 200 wiegt etwa 135 g, die FRITZ!DECT 210 rund 207 g.

Schutzklasse: IP20 oder IP44?

Für die Auswahl zwischen beiden Modellen ist die Schutzklasse besonders wichtig.

Die FRITZ!DECT 200 besitzt IP20 und ist damit für den Innenbereich ausgelegt. Die FRITZ!DECT 210 verfügt dagegen über IP44 und kann sowohl innen als auch außen eingesetzt werden.

Damit ist die Entscheidung relativ einfach: Wer eine smarte Steckdose ausschließlich innerhalb der Wohnung benötigt, kann die FRITZ!DECT 200 in Betracht ziehen. Für Anwendungen, bei denen ein höherer Schutz erforderlich ist und die Steckdose auch außerhalb des Wohnbereichs eingesetzt werden soll, ist die FRITZ!DECT 210 die passendere Variante.

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Schaltleistung und Temperaturbereich

Neben dem Einsatzbereich unterscheiden sich die Modelle auch bei der maximalen Schaltleistung und beim zulässigen Temperaturbereich.

Die FRITZ!DECT 200 unterstützt eine maximale Schaltleistung von 2.300 W. Die FRITZ!DECT 210 erreicht dagegen 3.450 W.

Auch beim Temperaturbereich zeigt sich der Vorteil der FRITZ!DECT 210 für Außenanwendungen. Die FRITZ!DECT 200 ist für 0 °C bis 40 °C angegeben. Die FRITZ!DECT 210 deckt dagegen −20 °C bis +40 °C ab.

Beide Modelle verfügen über Strommessung und Temperaturmessung. Dadurch können angeschlossene Verbraucher nicht nur geschaltet, sondern auch hinsichtlich ihres Energieverbrauchs überwacht werden.

Smart-Home-Steuerung über die FRITZ!Box

Ein gemeinsamer Schwerpunkt der beiden Steckdosen ist die Integration in das Smart Home. Über eine kompatible FRITZ!Box lassen sich die Geräte zentral verwalten und steuern.

Neben dem manuellen Schalten können verschiedene Zeitpläne eingerichtet werden. Möglich sind beispielsweise:

  • einmalige Zeitpläne
  • tägliche Zeitpläne
  • wochentägliche Zeitpläne
  • rhythmische Schaltvorgänge
  • zufällige Schaltzeiten

Zusätzlich kann die Zeitsteuerung nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang erfolgen. Auch eine Steuerung über den Google-Kalender wird im Zusammenhang mit den genannten Funktionen aufgeführt.

Damit können Nutzer automatische Abläufe einrichten, ohne jedes angeschlossene Gerät ständig manuell bedienen zu müssen.

Steuerung per App und unterwegs

Die Steuerung beschränkt sich nicht auf die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box. Die Steckdosen können auch über die MyFRITZ!App gesteuert werden.

Das ist besonders praktisch, wenn Schaltvorgänge nicht direkt am Gerät vorgenommen werden sollen. So wird aus einer gewöhnlichen Steckdose ein Bestandteil eines vernetzten Smart-Home-Systems.

Die Kombination aus App-Steuerung, Zeitplänen und Ereignissen ermöglicht eine flexible Automatisierung. Gleichzeitig bleibt das manuelle Schalten weiterhin möglich.

Energieverbrauch messen und langfristig auswerten

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Energieauswertung. Sowohl die FRITZ!DECT 200 als auch die FRITZ!DECT 210 können den Energieverbrauch angeschlossener Geräte erfassen.

Dabei geht es nicht nur um eine Momentaufnahme. Die FRITZ!Box kann jährliche Verbrauchsdaten speichern. Über MyFRITZ!Net können die Daten langfristig vorgehalten und ausgewertet werden.

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Dadurch lassen sich Verbrauchswerte über längere Zeiträume miteinander vergleichen. Zusätzlich können Verbrauchsdaten in Echtzeit abgerufen werden. Wer beispielsweise nachvollziehen möchte, wie viel Energie ein angeschlossenes Gerät verbraucht, erhält damit eine bessere Grundlage für die eigene Verbrauchsanalyse.

MyFRITZ!Net für langfristige Verbrauchsdaten

Die Erweiterung der Energieauswertung wurde von AVM bereits im Jahr 2023 thematisiert. Ein entsprechender Beitrag zu den neuen Funktionen wurde am 29. August 2023 um 10:46 Uhr veröffentlicht.

Im Mittelpunkt standen die langfristige Speicherung und Auswertung der Verbrauchsdaten von FRITZ!DECT 200 und FRITZ!DECT 210. Ein Kommentar zum Beitrag wurde am selben Tag um 16:29 Uhr veröffentlicht; zum Zeitpunkt der angegebenen Informationen wurde 1 Kommentar angezeigt.

MyFRITZ!Net übernimmt dabei eine wichtige Rolle, wenn Verbrauchsdaten über längere Zeiträume verfügbar bleiben und miteinander verglichen werden sollen.

Energiesparmodus der FRITZ!Box

Neben der Verbrauchsanzeige wird auch der Energiesparmodus der FRITZ!Box erwähnt. Dieser kann über die Benutzeroberfläche eingestellt werden.

Das ergänzt die Energieüberwachung um eine weitere Möglichkeit, den Stromverbrauch im Smart-Home-System bewusster zu betrachten. Die Steckdosen liefern dabei die relevanten Verbrauchsdaten der angeschlossenen Geräte, während die FRITZ!Box als zentrale Schnittstelle dient.

FRITZ!DECT 200 und 210 mit clever-PV verbinden

Ein weiterer interessanter Anwendungsbereich ist die Integration mit clever-PV. Hier geht es weniger um den klassischen Produktvergleich und stärker um die intelligente Steuerung von Verbrauchern.

Die FRITZ!DECT 200 und FRITZ!DECT 210 können in diesem Zusammenhang genutzt werden, um elektrische Verbraucher gezielt zu steuern. Im Mittelpunkt steht die Verbindung zwischen den smarten Steckdosen, der FRITZ!Box und dem Energiemanagement.

Der Ansatz ist besonders für Haushalte interessant, die eine PV-Anlage nutzen. Überschüssiger Sonnenstrom kann dazu verwendet werden, angeschlossene Verbraucher gezielt zu betreiben.

PV-Überschuss oder günstige Stromzeiten nutzen

clever-PV beschreibt neben der Nutzung von überschüssigem Sonnenstrom auch einen weiteren Ansatz: Verbraucher können dann betrieben werden, wenn Strom besonders günstig ist.

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Damit ergeben sich zwei unterschiedliche Szenarien. Bei einer PV-Anlage kann überschüssiger Solarstrom für angeschlossene Geräte genutzt werden. Bei einem dynamischen Strompreis kann die Steuerung dagegen auf günstige Stromzeiten ausgerichtet werden.

Die beiden FRITZ!DECT-Steckdosen werden damit zu einer Schnittstelle zwischen Smart Home und Energiemanagement.

Die clever-PV-Integration wurde am 12. März 2024 veröffentlicht und am 2. Februar 2025 als Archiv-/Aktualisierungsdatum geführt. Auf der Website wird außerdem ein Testzeitraum von 14 Tagen kostenlos angeboten.

Welche FRITZ!DECT-Steckdose passt besser?

Die Wahl zwischen den beiden Modellen hängt hauptsächlich vom geplanten Einsatz ab.

Die FRITZ!DECT 200 ist interessant, wenn eine smarte Steckdose für den Innenbereich benötigt wird. Sie bietet IP20, eine maximale Schaltleistung von 2.300 W, Energie- und Temperaturmessung sowie die bekannten Steuerungs- und Automatisierungsfunktionen.

Die FRITZ!DECT 210 ist dagegen vielseitiger, wenn Innen- und Außenbereiche abgedeckt werden sollen. Mit IP44, einer maximalen Schaltleistung von 3.450 W und einem Temperaturbereich von −20 °C bis +40 °C ist sie für entsprechend anspruchsvollere Einsatzbedingungen ausgelegt.

Für beide Modelle sprechen außerdem die Integration in die FRITZ!Box, App-Steuerung, Zeitpläne, Ereignissteuerung und Energieüberwachung.

Fazit: FRITZ!DECT 200 vs. 210

Die FRITZ!DECT 200 und FRITZ!DECT 210 verfolgen dasselbe grundlegende Smart-Home-Konzept, unterscheiden sich aber bei einigen wichtigen technischen Punkten.

Die FRITZ!DECT 200 ist mit IP20, 2.300 W und 0 °C bis 40 °C stärker auf den Innenbereich ausgerichtet. Die FRITZ!DECT 210 bietet IP44, 3.450 W und einen Temperaturbereich von −20 °C bis +40 °C und eignet sich damit auch für Außenanwendungen.

Gemeinsam sind unter anderem Energie- und Temperaturmessung, FRITZ!Box- und App-Steuerung, Zeitpläne sowie die Möglichkeit zur langfristigen Verbrauchsauswertung über MyFRITZ!Net. Durch die Integration mit clever-PV können die Steckdosen außerdem für eine intelligentere Verbrauchersteuerung mit PV-Überschuss oder günstigen Stromzeiten eingesetzt werden.

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Liam Author

Liam

Mein Name ist Liam und ich bin als Redakteur bei FIZT (fritzboxe.de) tätig.

Mein technischer Blog beschäftigt sich mit Fritzbox-Geräten, Netzwerken, Router-Technologie und IT-Sicherheit. Neben dem Bloggen studiere ich Informationssicherheit an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

Durch meine langjährige Erfahrung mit Netzwerken und Sicherheitstechnologien teile ich verständliche Erklärungen, praktische Lösungen und hilfreiche Informationen. Ich freue mich über Fragen, Feedback und den Austausch mit meinen Lesern.

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